Wer in Reutlingen wohnt und seinen Strom noch beim Grundversorger FairEnergie bezieht, zahlt seit Januar 2026 einen Arbeitspreis von 34,93 ct/kWh. Das ist vergleichsweise hoch – und der Unterschied zum günstigsten Wechseltarif kann am Ende des Jahres mehrere hundert Euro ausmachen. Dieser Artikel erklärt, warum so viele Reutlinger zu viel zahlen, was FairEnergie konkret kostet und wie ein Wechsel in der Praxis abläuft.
FairEnergie: Wer steckt dahinter?
FairEnergie GmbH ist der lokale Energieversorger in Reutlingen – und gleichzeitig der gesetzliche Grundversorger für Haushaltsstrom. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Reutlingen GmbH (75,1 % Anteil), an der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH mit 24,9 % beteiligt ist. Das Stromnetz in Reutlingen betreibt die FairNetz GmbH – eine 100-prozentige Tochter von FairEnergie. Diese Unterscheidung ist wichtig: Wer seinen Lieferanten wechselt, behält trotzdem FairNetz als Netzbetreiber. Das Netz bleibt gleich, nur der Vertrag ändert sich.
Was zahlen Reutlinger konkret?
FairEnergie hat zum 1. Januar 2026 die Preise deutlich gesenkt – von zuvor 42,90 ct/kWh auf jetzt 34,93 ct/kWh (brutto, Hochtarif, Eintarifmessung). Dazu kommt ein Jahresgrundpreis von 184,45 Euro. Das klingt nach einem Schritt in die richtige Richtung, aber der Vergleich mit dem freien Markt zeigt: Es gibt noch erheblichen Spielraum nach unten.
| Tarif | Arbeitspreis (ct/kWh) | Jahreskosten bei 3.600 kWh |
|---|---|---|
| FairEnergie Grundversorgung (2026) | 34,93 | ~1.441 € |
| Günstigster Wechseltarif (ab) | ~22,00 | ~976 € |
| Mögliche Ersparnis | –12,93 | bis 465 €/Jahr |
Hinweis: Jahreskosten exkl. Grundpreis, der je nach Tarif variiert. Die eigentliche Gesamtersparnis liegt oft noch höher, wenn man auch den Grundpreis einbezieht.
Reutlingen: Eine Stadt mit besonderen Energiethemen
Reutlingen ist keine gewöhnliche Mittelstadt. Mit fast 119.000 Einwohnern gehört sie zu den größten Städten Baden-Württembergs – und ist trotzdem die einzige Großstadt im Land, die keinen eigenen Stadtkreis-Status hat. Sie ist Teil des Landkreises Reutlingen. Das hat keine direkte Auswirkung auf den Energiemarkt, aber es erklärt, warum viele Einwohner die Stadt unterschätzen: Sie hat die Dynamik und den Bedarf einer echten Großstadt, ohne das entsprechende Bewusstsein dafür.
Dass Reutlingen Standort eines bedeutenden Bosch-Halbleiterwerks ist, macht die Stadt zudem zu einem Technologiezentrum. Viele Haushalte in den neueren Stadtteilen haben einen überdurchschnittlichen Stromverbrauch – durch Wärmepumpen, Heimstromgeräte oder Elektroautos. Genau für diese Haushalte ist der Unterschied zwischen Grundversorgung und einem optimierten Tarif am größten.
Und wer in Reutlingen wohnt, lebt auch am Rand eines UNESCO-Biosphärenreservats: 17,5 Prozent des Stadtgebiets fallen in die Schwäbische Alb. Wer hier nachhaltig leben möchte, findet im freien Markt zertifizierte Ökostromtarife, die oft günstiger sind als die FairEnergie-Grundversorgung.
Wie läuft ein Wechsel in Reutlingen ab?
Ein Stromwechsel in Reutlingen ist einfacher als die meisten denken. Der Netzbetreiber – in diesem Fall FairNetz – bleibt derselbe. Das bedeutet: Der Strom kommt weiterhin aus denselben Leitungen, der Techniker bleibt derselbe, und bei einem Ausfall ist weiterhin FairNetz zuständig. Nur der Vertrag wechselt.
- Rechnung bereit legen: Du brauchst Jahresverbrauch (in kWh), aktuellen Preis und Zählernummer
- Vergleich starten: Ich prüfe über 800 Tarife für deine PLZ – mit echten Preisgarantien, ohne Lockangebote
- Empfehlung erhalten: Du bekommst einen konkreten Tarif mit kalkulierter Jahresersparnis
- Wechsel beauftragen: Ich kümmere mich um Anmeldung beim neuen Anbieter und Kündigung beim alten
- Fertig: Nach 4–6 Wochen läuft alles beim neuen Tarif – du bekommst eine Bestätigung
Der Wechsel selbst ist mit keinerlei Unterbrechung der Stromversorgung verbunden. FairNetz bleibt als Netzbetreiber aktiv.
Worauf du beim Wechsel achten solltest
Nicht jeder günstige Tarif ist ein guter Tarif. Bei meiner Empfehlung achte ich auf folgende Punkte:
- Preisgarantie: Mindestens 12 Monate, besser 24. Günstige Einstiegspreise, die nach 3 Monaten enden, sind Kostenfallen.
- Keine Vorauszahlung: Seriöse Anbieter verlangen keine hohen Vorauszahlungen.
- Kein automatischer Billiganbieter: Günstig heißt nicht automatisch unsicher. Ich prüfe die Bonität und Bewertungen jedes Anbieters.
- Ökostrom-Zertifizierung: Falls gewünscht, nur Tarife mit ok-power oder TÜV-Zertifikat – keine bloße Greenwashing-Etiketten.
Was ist mit dem Gasanbieter in Reutlingen?
FairEnergie ist nicht nur Strom-Grundversorger, sondern auch für Gas zuständig. Auch hier lohnt sich ein Vergleich. Gas- und Stromwechsel lassen sich oft gleichzeitig abwickeln – das spart Zeit und maximiert die Gesamtersparnis. Ich prüfe beides gerne in einem Gespräch.
Fazit: Reutlingen zahlt zu viel – muss aber nicht sein
FairEnergie hat Anfang 2026 die Preise gesenkt – aber der Grundversorgungstarif liegt immer noch deutlich über dem, was der Wettbewerb bietet. Wer in Reutlingen wohnt und seinen Tarif prüfen lässt, hat gute Chancen auf eine Ersparnis von 300 bis 500 Euro im Jahr. Das kostet weder Aufwand noch Geld: Schick mir ein Foto deiner Rechnung per WhatsApp, und ich sage dir innerhalb von 30 Minuten, was bei dir möglich ist.
Mehr Details zur persönlichen Energieberatung in Reutlingen findest du auf der Stadtseite für Reutlingen.
